TSV Bienenbüttel von 1911 e.V.

Wanderbericht April 2009

Zuletzt aktualisiert: 30 November 2015

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Ruth Otter hatte einen wahrhaft schönen Tag für die Wanderung durch das Wulfstorfer Umland erwischt. Dietrich und Wanderbericht_April-2009-01Christa hatten mit Josef Moos sogar einen echten „Wanderneuling“ zum Mitwandern gewinnen können. Die etwa acht Kilometer lange Wanderstrecke verlief auf größtenteils unbekannten Wegen vornehmlich durch die Wulfstorfer Forsten zwischen Elbeseitenkanal und Lüneburger Stadtweg. Dabei lernten wir viel aus der Ortsgeschichte. So führte Ruth die 27-köpfige Gruppe auf dem Alten Lüneburger Stadtweg zur ehemaligen Ortslage des ‚alten’ Hohen Wulfstorf, von dessen Existenz uns seinerzeit schon Jürgen Jarfe berichtet hatte, als er 2004 im Zuge der Ortsteilwanderungen anlässlich des 1000-jährigen Bienenbütteler Bestehens seinen Ort und dessen Geschichte vorstellte.

Wanderbericht_April-2009-02Immerhin wurde Wulfstorf bereits im frühen 9. nachchristlichen Jahrhundert, also etwa 180 Jahre vor Bienenbüttel, erstmals in Unterlagen des Klosters Corvey erwähnt – wer weiß, vielleicht war der Verfasser ja ein gebürtiger Bienenbütteler, der aus Bescheidenheit seine Herkunft verschwieg... Wir lernten die ehemalige Lüneburger Landwehr kennen, deren Wall- und Grabenanlage im Wald noch sehr gut erkennbar ist, auch wenn sie mittlerweile vom Elbeseitenkanal durchschnitten wird. Ein weiterer markanter Punkt war der ‚weiße Stein’, ein inzwischen umgestürzter und schon recht verwitterter weißer Findling, der im Waldgebiet ‚Die Witfrau’ zu sehen ist und dem früher magische Kraft zugesprochen wurde. Wer mehr über die wirklich interessante Wulfstorfer Ortsgeschichte erfahren möchte, dem sei der Band „Spuren 5 – Wulfstorf“ von Jürgen Jarfe aus der Schriftenreihe „Spuren“ zur Geschichte Bienenbüttels und seiner Ortsteile wärmstens empfohlen. Wir erreichten bald wieder den Lüneburger Stadtweg und vollendeten unseren Rundkurs durch Wald und Feldmark auf dem Otterschen Hof. Vielen Dank an Ruth für die Vorbereitung und Führung dieser wirklich schönen Wanderung, insbesondere aber auch für die vielen geschichtlichen Erläuterungen unterwegs!

Werner Simon

Wer die Strecke noch einmal nachwandern möchte, muss nur „dem roten Faden“ folgen ...

Wanderstrecke_April-2009

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