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Zuletzt aktualisiert: 03 Mai 2020
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Der Lauftreff ist natürlich auch vor dem Hintergrund der Corona Einschränkungen aktiv. Laufen, joggen und walken ist ja zum Glück die ganze Zeit über möglich gewesen.  Dazu haben wir in Bienenbüttel auch den großen Vorteil, dass wir von einer sehr schönen und weiten Landschaft umgeben sind, so dass Begegnungen im Vergleich mit städtischen Parks oder touristischen Sehenswürdigkeiten, eher selten vorkommen und auch Abstände immer eingehalten werden können.

 Damit steht einem persönlichen Training oder auch einfach einem Lauf in der Natur nichts im Wege. Was auch eindrucksvoll wahrgenommen wird. Es waren wohl noch nie so viele Hobbyläufer in und um Bienenbüttel unterwegs, wie in den letzten Wochen.

Joggen und Walken funktioniert ganz gut, aber wie ist es mal mit einer Herausforderung im Rahmen eines Wettkampfes?  Da es niemanden gibt, der einen zum Mitlaufen animieren kann, fällt es doch recht schwer sich aus dem Homeoffice loszureißen und auch mal eine längere oder schnellere Laufeinheit zu machen. Um hier die Motivation zu verbessern gibt es zu Coronazeiten aber diverse sogenannte virtuelle Laufveranstaltungen an denen man teilnehmen kann. Mit einer Anmeldegebühr unterstützt man die meist ehrenamtlichen Veranstalter, damit diese auch in Zukunft in der Lage sind die umfangreichen Laufveranstaltungen durchzuführen. Denn diese müssen die bisher gezahlten Startgebühren den angemeldeten Läufern erstatten und bleiben damit auf den bisherigen Kosten für die meist schon weit vorangetriebenen Vorbereitungen sitzen.

Belohnt wird man dann von den Veranstaltern in der Regel mit einer Urkunde und sogar einer Finishermedaille . Auch Lauf-T-shirts können in der Regel sehr günstig erstanden werden. Zusätzlich wird man in die offizielle Ergebnisliste aufgenommen, womit oft Vergünstigungen bei zukünftigen Veranstaltungen verbunden sind.

Da es überall in den sozialen Medien ‚Challenges‘ gibt hat auch Jörg Quentin vom Lauftreff so eine für sich geplant. Zunächst sind bis Mitte Mai daher vier Teilnahmen an verschiedenen Laufformaten auf der Laufagenda.

Die erste war der virtuelle Elbdeichmarathon Tangermünde. Hier lief Jörg Quentin fünfmal die Laufstrecke (8,5 km) des Lauftreffs entlang der Ilmenau und durch Hohenbostel um dann nach 4h35 wieder bei sich zu Hause im Ziel anzukommen. Die Zeit wurde in der offiziellen Ergebnisliste des Elbdeichmarathons für 2020 aufgenommen.

Der ausgefallene Leipzig Marathon wurde ebenfalls virtuell durchgeführt. Diesmal sollte es eine möglichst reine Trailstrecke sein. So lief Jörg Quentin von Bienenbüttel entlang der Ilmenau bis Lüneburg und durch die Wälder zurück, sowie eine zweite Schleife ebenfalls auf Wald- und tiefen Heidesandwegen über Deutsch-Evern zurück nach Hohenbostel. Die Zeit, die doch erheblich langsamer ist, als bei einem normalen Stadtmarathon auf Teerstraßen,  ist aber ebenfalls in der offiziellen Ergebnisliste des Leipzigmarathons 2020 erfasst.

Der dritte Teil wird dann der Wings of Life Run Worldwide am 3.Mai. Dieser Spendenlauf wird mithilfe einer App gelaufen. Weltweit starten dann zur gleichen Zeit die Läufer, die virtuell von einem ‚Catcher Car‘ eingeholt werden. Somit kann auch wieder jeder Läufer für sich laufen, ohne sich oder andere durch Viren zu gefährden. Bei diesem Laufformat läuft man solange, bis auf der App erkennbar ist, dass man vom virtuellen Race-Car eingeholt wurde. Die zurückgelegte Strecke ist dann das offizielle Ergebnis. Alle Startgelder dieser Veranstaltung fließen einem guten Zweck zu. Hiermit soll die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung gefördert werden. 

Der vierte Teil der Challenge ist dann für den 08. Mai geplant. Zusammen mit Jürgen Bässler sollen dann im Zuge eines gemeinsamen Ultralaufes (mehr wie 50 km) alle Ortsteile von Bienenbüttel, immerhin 15) einmal angelaufen werden. Die sehr individuelle Strecke soll dabei möglichst auch nur über Wald- und Feldwege führen.  Die coronagerechte Bereitstellung von Verpflegung und Getränken wird durch einige Lauftreffmitglieder sichergestellt.

Virtuelle Läufe gibt es aber nicht nur im Langformat, sondern auch über kürzere Strecken. Dazu werden in den einschlägigen Laufforen viele Veranstaltungen angeboten. Hier besteht auch die Möglichkeit sich mal in eine internationale Ergebnisliste eintragen zu lassen. Man kann seine eigenen Läufe aber auch über eine spezielle App zusammen mit anderen virtuell bestreiten, was zumindest ein wenig gemeinsames Trainingsfeeling aufkommen lässt. Die heutige digitale Technik und die Möglichkeiten in den sozialen Medien machen es möglich auch in den derzeit schwierigen Zeiten für Sport die eine oder andere eigene Challenge zu starten.