TSV Bienenbüttel von 1911 e.V.
Zuletzt aktualisiert: 11 Mai 2020
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Seit März sind alle Laufveranstaltungen weltweit abgesagt und somit stehen auch die Ultra-Trail-Läufer vor dem Problem, wie kann man diese Zeit interessant gestalten. Immer nur Trainingsläufe durch die nähere und weitere Umgebung ist das eine. Das andere ist dann einmal eine besondere Laufstrecke heraussuchen und gleichzeitig an einem der sogenannten virtuellen Läufe teilzunehmen. Jürgen Bäsler war beim berühmten Rennsteiglauf über die Marathonstrecke angemeldet und Jörg Quentin über die 44 km des Mountainman in Nesselwang. Beide Trailläufe wurden coronabedingt abgesagt. Im Rahmen der virtuellen Austragung aber gab es Startnummern und nach erfolgreicher Absolvierung winken Medaille und Urkunde.

Gleichzeitig mit dem Startschuss in Nesselwang ging es daher für beide Bienenbütteler auf die Strecke. Start war am Rathaus in Bienenbüttel wo am Ende auch wieder der Zieleinlauf sein sollte. Dazwischen aber, und das war das Besondere an diesem Lauf, ging es durch alle 15 Ortsteile der Einheitsgemeinde. Erster Stopp für ein Beweisfoto war das Ortsschild in Hohenbostel. Von dort ging es im Uhrzeigersinn um Bienenbüttel herum. Unterwegs gab es alle 5 km Verpflegungspunkte bereitgestellt durch Lauftreffmitglieder und den obligatorischen Fotostopp an jedem Ortsschild. Das Wetter war morgens noch optimal. Ab Mittag brannte dann doch die Sonne bei mehr als 23 Grad, so dass die beiden Läufer immer froh waren, wenn sie wieder eine Strecke durch Wald laufen konnten.  Nach rund 5 Stunden war dann mit Grünhagen der letzte Ortsteil erreicht. Von dort dann wieder zurück zum Marktplatz, wo im entsprechenden Corona Abstand der Lauftreff, seine beiden Läufer mit Sekt und einer Urkunde empfing.

Das besondere Erlebnis waren aber die vielfältigen Naturlandschaften rund um Bienenbüttel die die beiden genießen konnten. Beginnend mit dem Vierenbachniederungen, dem Elbe-Seiten-Kanal, der alten Obststraße zum Gut Solchstorf, dann natürlich das Ilmenautal, die Bargdorfer Heide und das anschließende Mühlenbachtal bis nach Varendorf, die Ausläufer des Süsing, der Schierbruch zwischen Bardenhagen und Eitzen und natürlich der Eitzer Bruch.

Für Jörg Quentin war es zudem auch ein Wandeln in Zeiten der Kindheit seiner Eltern und Großeltern, die alle aus der Gemeinde kommen. So war der Schulweg der Mutter von Bardenhagen nach Beverbeck genauso Teil des Laufes wie der Eitzer Kirchsteig über den seine Großeltern zur Kirche nach Bienenbüttel mit dem Fahrrad fuhren. Es ging vorbei an den vormaligen Fischteichen seines Vaters bei Bargdorf, wie auch an den ehemaligen Wohnhäusern seines Großvaters in Grünhagen, der Schwiegergroßeltern Niendorf oder des Onkels in Hohenbostel. Am Elternhaus genauso, wie natürlich an den ehemaligen Schulhäusern in Varendorf, Bienenbüttel und Beverbeck.

Insofern ein ganz besonderer Lauf, der schon lange eine Idee der beiden Ultraläufer war, aber erst mit der Corona Krise endlich umgesetzt wurde.

Gleichzeitig bestritt Petra Rosenthal den Zeitlos Lauf. Dies ist ein Spendenlauf, der an die Kapitulation auf dem Timelohberg am 04.05.1945 erinnern soll. Der Lauf war in diesem Jahr auch virtuell und die Teilnahmegebühren gingen als Spenden an Corona Geschädigte im Kreis Lüneburg. Die Bienenbüttlerin walkte dazu mit 21 km gleich einen Halbmarathon mit Start und Ziel in Hohenbostel und Fotopause am Gedenkstein in Wendisch Evern.

 

 

Back to top