TSV Bienenbüttel von 1911 e.V.

Corona und Veranstaltungen

Veröffentlicht von Heike Quentin
Zuletzt aktualisiert: 02 November 2020
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Bevor die eigentliche Saison für Marathon- und Ultraläufe überhaupt richtig losging, war sie in diesem Jahr auch schon wieder zu Ende. Der erste Lockdown kam im März doch so früh, dass alle typischen Frühjahrsläufe und Marathons ausfielen oder zunächst auf die zweite Jahreshälfte verschoben wurden. Erst mit den Lockerungen im Juni trauten sich die ersten Veranstalter wieder Läufe mit stark eingeschränktem Angebot an Strecken und vor allem stark reduzierten Starterfeldern anzubieten.

Der erste war dann der Sachsentrail in Breitenbrunn im Erzgebirge. Im Angebot aber nur zwei Distanzen, einmal die einfache Runde mit 36 km und dann die doppelte Runde über 72 km. Die ursprüngliche Strecke die auch durch die tschechische Republik führt, konnte aufgrund der noch aktuellen coronabedingten Grenzschließung nicht angeboten werden. Hier gingen Gabi Luhn über die 36km und Jörg Quentin über die Ultrastrecke an den Start.

Als nächstes stand der berühmte Swiss Alpine in Davos auf dem Programm. Normalerweise eine sehr große Veranstaltung mit mehr als 10.000 Läufern und Walkern über mehr als 10 verschiedene Streckenvarianten an zwei Wochenenden. Diesmal konnten nur drei Strecken an zwei Tagen mit nur jeweils maximal 200 Startern angeboten werden. Hier lief Jörg Quentin die hochalpinen 43 km mit rund 2.500 positiven Höhenmetern über drei Alpenpässe bis hinauf auf über 2.800 m.

Die geringe Anzahl von Veranstaltungen, verbunden mit limitierten Startplätzen machten es in diesem Jahr sehr schwierig überhaupt eine Startnummer zu bekommen. Dazu haben Länder wie Italien und Frankreich in diesem Jahr fast vollständig auf Laufveranstaltungen verzichtet, so dass sich Läufer aus diesen Ländern ebenfalls um die wenigen Startplätze in Deutschland und Österreich bewarben.

Trotzdem gelang es Jörg Quentin noch ein Marathon – Tripel in 14 Tagen zu laufen. Erst den Bergmarathon am Phyrn bei Hinterstoder mit 1.800 HM, der gleichzeitig als offene österreichische und steierischen Meisterschaft ausgeschrieben war. Eine Woche später den König der Hochgebirgsmarathons am Dachstein mit über 3.500 HM über Klettersteige und mit fast 20 km in der Hochgebirgsregion besonders anspruchsvoll. Hier erreichten 30% des sowieso schon kleinen Starterfeldes überhaupt nicht das Ziel in der vorgeschriebenen Zeit. Sieben Tage später dann noch der Marathon beim Innsbruck Trail Festival mit immerhin auch 1.500 HM rund um die Tiroler Hauptstadt.  

Im September wurde es zusätzlich ein Ultra-Double mit dem Borderlandultra entlang der Grenze zwischen Thüringen und Bayern mit 51 km und 1.200 HM und einer Woche später dem Ötscher Ultra Marathon mit 53 km und 1.400 HM rund um den Wiener Hausberg.

Der Abschluss dieser kurzen Wettkampfsaison war dann der Chiemgau Ultra Trail mit 60 km und 3.000 HM als Lauf vom Chiemsee auf die Berge der Chiemgauer Alpen. Für drei weitere Lauftreffler stand am gleichen Wochenende noch der Wendland – Marathon an. Arne Jakob lief den Halbmarathon und Jörg Brötzmann sowie Peter Boysen konnten hier nochmal einen 10 km Wettkampf absolvieren und erreichten dabei jeweils den ersten Platz in ihrer Altersklasse.

Während Geländeläufe mit begrenzten Teilnehmerzahlen wenigstens noch stattfanden, wurden die normalen Stadtmarathons in diesem Jahr fast alle abgesagt und fehlten daher auch im Angebot des Lauftreffs.

Nachdem auch die Spätherbstläufe nicht mehr stattfinden kann man das Laufjahr 2020 hinsichtlich der Wettkämpfe getrost abhaken und auf die nächste Saison hoffen.

 

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